Nebenkostenabrechnung

Nebenkostenabrechnung für die Eigentumswohnung

Wenn Du eine Eigentumswohnung vermietest, sind die Heizkosten der Punkt, an dem eine Nebenkostenabrechnung schnell kippt. ViVi hat dafür jetzt einen eigenen Schritt im Assistenten. Er fragt zuerst, was in Deinen Unterlagen steht, und bietet danach den passenden Weg an: die fertige Aufteilung aus der Hausgeldabrechnung übernehmen oder die Heizkosten selbst nach der Heizkostenverordnung ermitteln, auch bei einem Mieterwechsel im Abrechnungsjahr.

Nebenkostenabrechnung
Heizkosten

Die Wohnung war nicht durchgehend vom selben Mieter belegt. Hier werden die Heizkosten nach den gesetzlichen Regeln (§ 9b HeizKV) auf Mieter und Leerstand aufgeteilt.

Heizung + Warmwasser
Betrag lt. Kosten-Schritt
1.394,00 €
Kaltwasser
Betrag lt. Kosten-Schritt
312,00 €
Noch 1 von 2 Zeilen offen, erst danach geht es weiter. Kein Aufwand nötig: Die Karte „Nur der Gesamtbetrag" teilt zeitanteilig auf und genügt den gesetzlichen Anforderungen (§ 9b HeizKV).
Aufteilung übernommen
Heizung + Warmwasser

Im eigenen Heizkosten-Schritt wählst Du je Kostenzeile, was in Deinen Unterlagen steht. ViVi rechnet danach nach der Heizkostenverordnung, auch bei einem Mieterwechsel im Jahr.

Ein eigener Schritt für die Heizkosten

Bei einer Abrechnung für die Eigentumswohnung (Abrechnungstyp Wohneinheit) mit Heiz- oder Warmwasserkosten blendet der Assistent einen eigenen Schritt Heizkosten ein, kurz vor dem CO2-Schritt. Er taucht nur auf, wenn er wirklich gebraucht wird: bei einem Mieterwechsel oder Leerstand im Abrechnungsjahr oder wenn Du den Anteil bewusst selbst ermitteln willst. An der Kostenzeile im Kosten-Schritt steht dann nur ein kurzer Status-Hinweis, die Rechnerei liegt gesammelt in diesem einen Schritt.

Im Schritt siehst Du Deine warmen Kostenzeilen als Karten. Über Diese Zeile enthält legst Du je Zeile fest, worum es geht: nur Heizung, nur Warmwasser oder beides. ViVi leitet das aus dem Namen der Zeile vor, Du korrigierst es direkt.

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Solange eine Aufteilung wirklich nötig ist, kommst Du ohne Angabe nicht weiter. Ein Hinweis zeigt Dir, wie viele Zeilen noch offen sind, und nennt den kürzesten Weg. Freiwillige Fälle blockieren nie.

Für wen ist das gedacht?

Dieser Weg gilt für die vermietete Eigentumswohnung, also für den Abrechnungstyp Wohneinheit im Assistenten. Du rechnest dabei eine einzelne Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ab und stützt Dich auf die Hausgeldabrechnung Deiner Hausverwaltung. Für Mehrfamilienhäuser, die Du komplett selbst abrechnest, bleibt es bei der Berechnung aus Deinen eigenen Rohdaten. Dort gibt es bewusst keinen Upload fertiger Fremdabrechnungen.

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Den allgemeinen Ablauf des Assistenten (Grundeinstellungen, Kosten, Verteilung, Mieterbrief) beschreibt der Artikel Nebenkostenabrechnung erstellen. Hier geht es nur um den Zusatz für die Eigentumswohnung.

Warum ein eigener Weg für die Eigentumswohnung?

Messdienste wie Techem oder ista rechnen auf Gebäudeebene und leiten daraus Einheitspreise je Wohnung ab. Wer diese fertigen Beträge nachrechnen wollte, kam bisher mit den üblichen Verteilwegen auf andere Zahlen als die Hausverwaltung, besonders bei einem Mieterwechsel. Das führte zu Abrechnungen, die der Mieter mit seiner Heizkostenabrechnung in der Hand widerlegen konnte. Der Grundsatz ist jetzt einfach: Liegt eine fertige Aufteilung vor, wird sie übernommen und geprüft, nicht neu erfunden. Liegt keine vor, rechnet ViVi nach denselben Regeln wie die Messdienste.

Voraussetzungen

  • Eine vermietete Eigentumswohnung, angelegt als eigenes Objekt mit Einheit und Mietverhältnis.
  • Die Hausgeldabrechnung Deiner Hausverwaltung als PDF (maximal 24 MB), idealerweise inklusive der Heizkostenabrechnung des Messdienstes.
  • Im Assistenten als Abrechnungstyp Wohneinheit gewählt.

So läuft die Übernahme

1
Abrechnung anlegen
Abrechnungstyp „Wohneinheit" wählen
2
PDF hochladen
Hausgeldabrechnung analysieren lassen
3
Kosten prüfen
Erkannte Zeilen im Dialog bestätigen
4
Heizkosten aufteilen
Im eigenen Schritt je Zeile den Weg wählen
5
CO2 erfassen
Vermieteranteil eintragen
6
Abrechnung erzeugen
Verteilung prüfen, Mieterbrief erstellen

PDF hochladen und analysieren

Im Schritt AI-Analyse der WEG-Abrechnung wählst Du KI-Analyse und lädst die Hausgeldabrechnung unter WEG-Abrechnung hochladen hoch. ViVi liest nicht mehr nur die Kostentabelle aus, sondern erkennt zusätzlich die Heizkostenabrechnung dahinter: die einzelnen Nutzungszeiträume, wer wann in der Wohnung war und welcher Betrag auf welchen Nutzer entfällt. Die Aufteilung wird rechnerisch gegen die Gesamtsumme geprüft. Geht sie sauber auf, ist sie direkt übernommen. Nur wenn etwas nicht stimmig ist, wirst Du zum Prüfen aufgefordert. Möchtest Du lieber alles von Hand eintragen, wählst Du an derselben Stelle Manuelle Eingabe.

Erkannte Kosten prüfen

Im Dialog Erkannte Kosten prüfen gehst Du die Zeilen durch. Der Anteil Deiner Einheit steht vorne als Anteil Einheit und ist direkt editierbar, die Gesamtsumme der WEG steht als Gesamt WEG daneben. Zeilen mit einem festen Betrag laut Abrechnung tragen die Kennzeichnung Festbetrag statt eines Verteilerschlüssels.

Erkannte Aufteilung prüfen und übernehmen

Im Schritt Kosten erscheint bei der Heizkostenzeile die erkannte Aufteilung. Du siehst pro Nutzungszeitraum den Betrag und die Zuordnung zum Mieter, dazu das Kennzeichen Extern abgerechnet mit dem Namen des Messdienstes.

  • Zuordnung: ViVi ordnet jeden Zeitraum über die Datumsüberlappung automatisch dem passenden Mietverhältnis zu. Du kannst die Zuordnung jederzeit über das Auswahlfeld korrigieren.
  • Zeiträume ohne Mieter: Stand die Wohnung leer oder gab es eine Lücke zwischen zwei Mietern, wählst Du Eigentümer / Leerstand. Diesen Anteil trägst Du selbst.
  • CO2-Erstattung: Weist die Heizkostenabrechnung eine CO2-Erstattung aus, übernimmst Du sie über das Häkchen als Gutschrift.
  • Übernehmen oder verwerfen: Über Aufteilung übernehmen wird die Zeile fest verteilt. Über Aufteilung verwerfen wird sie wieder ganz normal über einen Verteilerschlüssel aufgeteilt.

Eine Summenzeile prüft laufend, ob die zugeordneten Beträge plus der Eigentümer-Rest genau die Kostenzeile ergeben. Erst wenn alles aufgeht, ist die Aufteilung sauber übernommen.

Selbst aufteilen: die drei Wege

Liegt keine fertige Nutzeraufteilung vor, teilst Du die Heizkosten im Schritt selbst auf. ViVi fragt zuerst: Was steht in Deinen Unterlagen zu diesen Kosten? Welchen Weg Du gehst, hängt nur davon ab, was Du in der Hand hast. Du wählst eine von drei Karten.

  1. Abrechnung schlüsselt die Beträge auf. Die genaueste Karte. Du überträgst die einzelnen Positionen, exakt wie der Messdienst sie ausweist. Aus einer hochgeladenen Abrechnung sind die Werte schon vorbefüllt.
  2. Nur Gesamtbetrag und Verhältnis. Du kennst nur die Summe und das Verhältnis von Grund- zu Verbrauchskosten. Du wählst 50/50, 60/40 oder 70/30 (Verbrauch zu Grundkosten), den Rest rechnet ViVi.
  3. Nur der Gesamtbetrag. Dir liegt nur die Summe vor. ViVi teilt sie zeitanteilig auf. Ehrlich die ungenaueste Methode, aber zulässig nach § 9b HeizkostenV und in zwei Klicks erledigt.

Die Bausteine der genauen Aufteilung

Wählst Du die erste Karte, entscheidest Du, ob Du die Werte meiner Wohnung schon kennst oder ob nur Gebäude-Gesamtwerte vorhanden sind. Im zweiten Fall trägst Du je Baustein den Gebäudebetrag und den Gesamtnenner ein, und ViVi rechnet daraus den Anteil Deiner Wohnung. Die Bausteine folgen der Heizkostenverordnung:

BausteinVerteilung
Grundkosten Heizungnach Gradtagen (der Winter zählt stärker)
Verbrauchskosten Heizungnach Zählereinheiten
Grundkosten Warmwassernach Kalendertagen
Verbrauchskosten Warmwassernach verbrauchten Kubikmetern
Kaltwasser und Wasser-Nebenkostennach verbrauchten Kubikmetern
Weitere Nebenkostennach Kalendertagen

Verbräuche aus Zählerständen übernehmen

Für den Verbrauch bei einem Mieterwechsel wählst Du, ob Zählerstände vorliegen. Mit Ja, Verbräuche eintragen rechnet ViVi exakt aus Deinen Zwischenablesungen. Hast Du in ViVi Zähler mit mindestens zwei Ablesungen erfasst, füllt Aus Zählerständen übernehmen die Verbräuche je Zeitraum mit einem Klick, die Werte bleiben editierbar. Mit Nein, nach § 9b schätzen schätzt ViVi den Verbrauch nach § 9b HeizkostenV: Heizung nach Gradtagen, Wasser nach Kalendertagen. Werte, die im hochgeladenen Dokument stehen, sind bereits vorbefüllt. Am Ende bestätigst Du das Ergebnis über Aufteilung übernehmen, die Zeilen-Karte bekommt einen grünen Haken.

Ganzjahresmieter: Anteil verbrauchsabhängig ermitteln

Verteilt Deine WEG die Heizkosten nach Miteigentumsanteilen, darfst Du das gegenüber Deinem Mieter nicht eins zu eins weitergeben. Als Vermieter musst Du nach der Heizkostenverordnung abrechnen, sonst darf der Mieter seinen Anteil um 15 % kürzen. Auch bei einem Mieter, der das ganze Jahr in der Wohnung war, kannst Du den verbrauchsabhängigen Wohnungsanteil deshalb selbst ermitteln lassen. ViVi schlägt das an der Zeile vor, Du entscheidest und übernimmst das Ergebnis über Anteil übernehmen.

Gradtage statt Kalendertage

Fällt ein Mieterwechsel mitten ins Jahr, verteilt ViVi die Grundkosten der Heizung nach Gradtagen statt nach Kalendertagen. Gradtage bilden den tatsächlichen Heizbedarf der Monate ab: Ein Wintermonat zählt deutlich stärker als ein Sommermonat, so wie es auch die Messdienste rechnen. Ein Wechsel im Oktober führt damit nicht mehr dazu, dass der Sommermieter zu viel und der Wintermieter zu wenig trägt. Warmwasser-Grundkosten bleiben nach Kalendertagen verteilt.

CO2-Kosten für die Eigentumswohnung

Der CO2-Schritt steht jetzt auch für die Eigentumswohnung zur Verfügung. Die Angaben findest Du auf der CO2-Seite Deiner Heizkostenabrechnung. Du erfasst den Vermieteranteil auf zwei Wegen:

  • CO2-Ausstoß je m²: Du trägst den Wert in kg CO2 pro Quadratmeter und Jahr ein, ViVi stuft ihn nach dem gesetzlichen Zehn-Stufen-Modell ein.
  • Vermieteranteil in %: Du trägst den Prozentsatz direkt ein, wenn Deine Abrechnung ihn ausweist.

Die CO2-Kosten gibst Du als Betrag Deiner Wohnung oder als Betrag des Gebäudes ein. Beim Gebäudebetrag rechnet ViVi Deinen Heizkostenanteil an. Der Vermieteranteil landet als eigene Gutschriftzeile in der Abrechnung und wird den Mietern anteilig ihrer Heizkosten erstattet. Die Beträge erscheinen automatisch in der Abrechnung und im Mieterbrief.

Grenzen und was Du beachten solltest

  • Upload und automatische Übernahme gelten für die Eigentumswohnung (Abrechnungstyp Wohneinheit). Für Mehrfamilienhäuser rechnet ViVi aus den eigenen Rohdaten.
  • Das hochgeladene PDF darf maximal 24 MB groß sein. Sehr umfangreiche Abrechnungen brauchen entsprechend länger in der Analyse.
  • Die Analyse ist eine Hilfe, keine Freigabe. Sobald die Rechenprobe nicht aufgeht, wirst Du zum Prüfen aufgefordert, und jede Zeile bleibt manuell korrigierbar.
  • Fällt die Analyse aus, trägst Du die Kosten wie gewohnt manuell ein. Der Assistent funktioniert vollständig ohne Upload.
  • ViVi ersetzt keine Rechtsberatung. Die Ergebnisqualität hängt an den erfassten Daten.

„Festbetrag lt. Abrechnung"

Steht für eine Kostenzeile ein fester Betrag laut Abrechnung fest, wird sie überall gleich benannt: als Festbetrag lt. Abrechnung in der Abrechnung, im PDF, im Word-Export und im Mieterschreiben. So ist auf einen Blick klar, dass der Betrag nicht nach Verbrauch verteilt, sondern aus der Abrechnung übernommen wurde.

Häufige Fragen

Für welche Abrechnungen gilt die Übernahme der Heizkosten?

Für die vermietete Eigentumswohnung, wenn Du die Nebenkostenabrechnung aus Deiner Hausgeldabrechnung erstellst (Abrechnungstyp Wohneinheit). Für Mehrfamilienhäuser rechnet ViVi weiterhin aus den eigenen Rohdaten, dort gibt es bewusst keinen Upload fertiger Fremdabrechnungen.

Was passiert, wenn keine fertige Heizkostenaufteilung in der Abrechnung steht?

Dann teilst Du die Heizkosten selbst auf. Du trägst je Baustein den Gebäudebetrag und den Gesamtnenner ein, ViVi rechnet den Anteil Deiner Wohnung und verteilt ihn auf die Nutzungszeiträume. Für den Verbrauch bei Mieterwechsel trägst Du Zwischenablesungen ein oder lässt nach § 9b HeizkostenV schätzen.

Warum verteilt ViVi die Grundkosten nach Gradtagen?

Weil ein Mieterwechsel mitten im Jahr sonst unfair ausfällt. Nach Gradtagen zählt ein Wintermonat stärker als ein Sommermonat, so wie es die Messdienste rechnen. Ein Wechsel im Oktober führt damit nicht mehr dazu, dass der Sommermieter zu viel und der Wintermieter zu wenig trägt.

Wie groß darf das hochgeladene PDF sein?

Die Hausgeldabrechnung darf als PDF maximal 24 MB groß sein. Fällt die Analyse aus, trägst Du die Kosten wie gewohnt manuell ein, der Assistent funktioniert vollständig ohne Upload.

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