Bei einem Indexmietvertrag hängt die Miete am Verbraucherpreisindex. Erhöhen darfst Du frühestens zwölf Monate nach der letzten Anpassung. Wirksam wird die neue Miete erst, wenn der Mieter ein Schreiben in der Hand hat. Genau diese beiden Punkte übernimmt die Indexmiete-Automation. Sie merkt sich, wann eine Anpassung dran ist. Rechtzeitig vorher legt sie Dir einen Brief-Entwurf ins Brain.
Der dritte Automationstyp
Neben Zahlungserinnerungen und Zählerstand-Aufforderungen ist die Indexmiete der dritte Typ unter Verwaltung > Automationen. Er unterscheidet sich in drei Punkten von den anderen beiden.
So legst Du sie an
Der Name wird nicht abgefragt, ViVi setzt ihn selbst. Unter Für welche Mietverhältnisse? steht der Zusatz „nur Indexverträge". Mietverhältnisse mit Staffelmiete oder frei vereinbarter Miete erscheinen dort gar nicht erst.
Die beiden Zahlen
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Wie oft anpassen? (Monate) | Der Abstand zwischen zwei Anpassungen. Der gesetzliche Mindestabstand von zwölf Monaten ist zugleich die Voreinstellung und die Untergrenze. |
| Wie viel Vorlauf? (Monate) | Wie früh vor der Wirksamkeit der Brief-Entwurf erzeugt wird. Voreingestellt sind zwei Monate. |
Der Vorlauf ist der praktische Teil. Ein Mieterhöhungsschreiben braucht seine Zeit, bis es zugestellt ist und die Frist läuft. Mit zwei Monaten Vorlauf liegt der Entwurf früh genug bereit, dass Du ihn in Ruhe prüfen und verschicken kannst.
Was die Automation erzeugt
Ist eine Anpassung fällig, legt ViVi einen Brief-Entwurf an und stellt ihn als Karte ins Brain. Dort prüfst Du ihn wie jeden anderen Brief, änderst bei Bedarf den Text und verschickst ihn.
Die Automation erhöht keine Miete. Sie bereitet das Schreiben vor. Wirksam wird die Anpassung erst, wenn Du den Brief verschickst.
Damit bleibt die Entscheidung bei Dir. Du siehst, welcher Indexstand zugrunde liegt, was die neue Miete wäre und ab wann sie gelten soll, bevor irgendetwas den Weg zum Mieter findet. Wie sich Mieterhöhungen im Übrigen auf den Mieten-Tracker auswirken, steht in Mietanpassungen.
Die Automation in der Übersicht
Auf der Automationen-Seite steht die Indexmiete in einem eigenen Abschnitt. Die Karte nennt den Namen, das Intervall, den Vorlauf und die Mietverhältnisse, für die sie gilt. Sind noch keine zugeordnet, weist ViVi darauf hin, denn ohne Auswahl passiert nichts.
Wie die anderen Typen lässt sich auch diese Automation pausieren und löschen. Eine pausierte bleibt erhalten, erzeugt aber keine Entwürfe mehr.
Grenzen
- Es gibt genau eine Indexmiete-Automation je Account. Unterschiedliche Intervalle für verschiedene Objekte sind damit nicht möglich.
- Angeboten werden nur Mietverhältnisse, die als Indexmietvertrag angelegt sind. Fehlt der Vertragstyp am Mietverhältnis, taucht es in der Auswahl nicht auf.
- Der Mindestabstand von zwölf Monaten lässt sich nicht unterschreiten.
- ViVi verschickt den Brief nicht von selbst. Der Versand bleibt ein bewusster Schritt.
Hinweis: Ob eine Indexanpassung im Einzelfall wirksam ist, hängt am Mietvertrag und an der Form des Schreibens. ViVi bereitet den Brief vor, ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.