Nicht jeder Mieter überweist jeden Monat. Manche zahlen quartalsweise im Voraus, manche einmal im Jahr, manche schicken Kaltmiete und Nebenkosten getrennt. Im Mieten-Tracker hinterlegst Du diesen Rhythmus am Mietverhältnis. Danach fasst ViVi die Monate einer Rate zu einer Zeile zusammen, erkennt eine Überweisung über mehrere Monate und mahnt einen Quartalszahler nicht schon im zweiten Monat.
Zahlungsweise am Mietverhältnis
Den Rhythmus legst Du im Mietverhältnis fest, im Schritt mit den Mietdaten direkt unter dem Fälligkeitstag. Drei Angaben gehören dazu.
Zahlungsturnus
Das erste Auswahlfeld heißt Zahlungsturnus und kennt vier Werte:
- monatlich
- vierteljährlich
- halbjährlich
- jährlich
Daneben steht der Zeitpunkt: im Voraus oder im Nachhinein. Bei monatlicher Zahlung ist dieses Feld gesperrt, dort gibt es nichts zu entscheiden.
Sobald der Turnus größer als ein Monat ist, erscheint ein drittes Feld: Erste Rate beginnt im. Es legt fest, wo der Zyklus startet. Bei vierteljährlich ab Januar sind die Raten Januar, April, Juli und Oktober.
Eine Zahlung oder getrennt
Das Feld Zahlungsweise darunter steuert, wie viele Eingänge ViVi je Rate erwartet:
- In einer Zahlung: Kaltmiete und Nebenkosten kommen zusammen.
- Kaltmiete und Nebenkosten getrennt: Der Mieter überweist zwei Beträge. ViVi erkennt beide Eingänge als eine Miete.
Vorschau: Das erwartet ViVi
Unter den Feldern steht eine kleine Tabelle mit den nächsten Raten: Zeitraum, Fälligkeit und Betrag. So siehst Du vor dem Speichern, ob Turnus, Startmonat und Fälligkeitstag zusammen das Richtige ergeben. Bei getrennten Komponenten steht darunter der Hinweis, dass zwei Eingänge je Rate erwartet werden.
Wie ViVi eine Zahlung über mehrere Monate erkennt
Eine Überweisung über 3.600 Euro kann eine Jahresmiete sein, eine Nachzahlung für sechs Monate oder ein Zahlendreher. ViVi geht die möglichen Erklärungen in fester Reihenfolge durch.
Steht der Zeitraum im Verwendungszweck, übersteuern Profil und Vielfaches ihn nicht. Sonst würde aus „Miete 01-06/2026" eine erfundene Nachzahlung für das letzte halbe Jahr.
In jedem Fall prüft ViVi am Ende die Summe gegen die echten Sollwerte der betroffenen Monate. Liegt im gedeckten Zeitraum eine Mieterhöhung, stimmt „sechs mal die aktuelle Miete" nämlich nicht mehr. Weiter als 24 Monate im Voraus deckt eine Zahlung nie.
Die zusammengefasste Zeile im Tracker
Gehören mehrere Monate zusammen, stehen sie als eine Zeile statt als sechs. Das passiert in zwei Fällen:
- Eine Zahlung deckt mehrere Monate. Die Zeile trägt den Zeitraum, die Summe der Sollbeträge und den Vorschlag mit dem vollen Zahlbetrag.
- Das Mietverhältnis hat einen Turnus. Dann gehören die Monate einer Rate zusammen, auch ohne Zahlung. Die Zeile nennt zusätzlich die Fälligkeit der Rate.
Statt des einzelnen Monats steht dort der Zeitraum, zum Beispiel „Sep 2026 – Feb 2027", bei einer Turnusrate gefolgt von „fällig 03.12.2026". Daneben führt der Link „3 Monate ansehen" zur Aufstellung.
Zusammengefasste Zeilen tragen kein Auswahl-Kästchen. Eine Sammelaktion würde nur den ersten Monat treffen. Im Datenmodell bleiben es einzelne Monatssollstellungen, zusammengefasst wird nur die Darstellung.
Aufstellung öffnen und Verteilung anpassen
Ein Klick auf „N Monate ansehen" öffnet den Dialog. Er heißt „Zahlung über mehrere Monate", bei einer Turnusrate „Mietrate über mehrere Monate". Oben steht eine Kopfbox mit Mieter und Betrag, darunter das Überweisungsdatum und der Verwendungszweck beziehungsweise der Turnus und die Fälligkeit. Eine Zeile nennt, wie viele Monate abgedeckt sind und von wann bis wann.
Feste Aufstellung
Bei einer Turnusrate und bei einer bereits gebuchten Zahlung siehst Du die Monate mit ihrem Anteil und einer Summenzeile. Hier gibt es nichts zu wählen, der Vertrag steht fest. Der Dialog schließt über Schließen.
Verteilung anpassen
Ist die Zahlung noch ein offener Vorschlag, kannst Du die Verteilung ändern. Die Tabelle zeigt je Monat ein Häkchen, den offenen Betrag und ein Eingabefeld für den Anteil:
- Wähle die Monate ab oder dazu, die die Zahlung decken soll.
- Ändere bei Bedarf den Anteil je Monat.
- Unter der Tabelle läuft die Zeile „Verteilt … Rest …" mit. Sie zeigt jederzeit, wie viel des Zahlbetrags schon vergeben ist.
- Klicke auf So zuordnen.
Bleibt ein Rest übrig, steht neben dem Betrag der Hinweis, dass er als Guthaben unter Posten geführt wird. Das Geld verfällt also nicht, sondern wandert als Mietguthaben in die offenen Posten.
Mietguthaben verrechnen
Ein Mietguthaben findest Du unter Zahlungen > Offene Posten. Gibt es offene Monate desselben Mietverhältnisses, trägt die Zeile die Schaltfläche „Mit offener Miete verrechnen" mit der Anzahl der offenen Monate. Ein Klick öffnet die Liste „Guthaben verrechnen", Du wählst den Monat und der Betrag wird angerechnet. Dabei fließt kein Geld, der Betrag ist bereits eingegangen.
Das gelernte Zahlungsprofil
Du musst den Turnus nicht selbst eintragen. Zahlt ein Mieter mehrfach nach demselben Muster, fragt ViVi direkt in der Zeile im Mieten-Tracker nach: „Zahlt Mieter immer vierteljährlich im Voraus?" mit den Schaltflächen Ja, merken und Nein.
Zahlt dieser Mieter immer so?
Die Frage erscheint einmal je Mietverhältnis, nicht in jeder Monatszeile. Ein erkanntes Muster wird nie stillschweigend angewendet, erst Deine Bestätigung macht daraus ein Profil.
Quartals- und Jahreszahler werden nicht zu früh gemahnt
Ohne hinterlegten Turnus wäre jeder Monat einer Quartalsrate am dritten Werktag fällig. Der zweite und dritte Monat stünden damit sofort auf „Überfällig", obwohl der Mieter vertragsgemäß gezahlt hat. Mit hinterlegtem Turnus rechnet ViVi mit der Fälligkeit der Rate. Status, Überfälligkeit und die Zahlungserinnerungen hängen an diesem Datum. Ein Quartalszahler bekommt also keine Mahnung für Monate, die längst bezahlt sind.